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Wettskandal: Mario Basler unberechtigt zum Wettbetrüger abgestempelt
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Wettskandal: Mario Basler unberechtigt zum Wettbetrüger abgestempelt
Wettskandal: Mario Basler, Trainer der Eintracht Trier wurde unberechtigt zum Wettbetrüger abgestempelt
Wenn der Trainer auf die eigene Mannschaft wettet: Dieser Tage macht der erneute Wettskandal viele Schlagzeilen und treibt auch sehr seltsame Sprossen. So wurde der Trierer Trainer Mario Basler von verschiedenen Medien verdächtigt, auf die Spiele seines Vereins Eintracht Trier zu wetten - und dies völlig unberechtigt.Im Zusammenhang mit einer Berichterstattung vor dem DFB-Pokalspiel am 27.10.2009 gegen den 1. FC Köln im Achtelfinale des DFB-Pokal äußerte sich Basler als Antwort auf eine Frage sinngemäß so: „Natürlich würde ich auf meine Mannschaft wetten!“ Welcher Trainer würde das auch nicht? Brisant macht diese Aussage jedoch die Nebentätigkeit Baslers als Werbeträger für den Online-Wettanbieter „digibet“. Mario Basler gibt dort Spielprognosen ab – ohne selbst Wetten abzuschließen. Die BILD-Zeitung stürzte sich allerdings förmlich auf das in der heutigen Medienwelt eigentlich schon „veraltete“ Interview und titelte fast vier Wochen später, nämlich am 23.11.2009 nach der Pressekonferenz des DFB (Thema: Wettskandal): „DFB-Boss Zwanziger verrät: Wettverbot für Basler — Er wollte im DFB-Pokal auf sein Team setzen“.
Selbst die deutsche Presseagentur griff das Thema auf und verfasste gleich eine offizielle Meldung dazu. Grund war die Äußerung von Theo Zwanziger, seines Zeichens DFB-Präsident zum Thema Basler und Wetten: Man habe Mario Basler gebeten, seine Werbetätigkeit hinsichtlich des Wettanbieters digibet zu überdenken.
Kein Wort also darüber, das Basler tatsächlich Wetten abgeschlossen hätte – da weiß die Bild-Zeitung anscheinend mehr als der DFB und Basler selbst, oder glaubt wie so oft mehr zu wissen. Mario Basler äußert sich dazu im Trierischen Volksfreund so: „Die Aussage vor dem Köln-Spiel war völlig ohne Hintergedanken. Ich habe noch nie für oder gegen meine Mannschaft gewettet. Ich lebe meinen Spielern das Wettverbot vor, das auch für sie gilt und auf das ich sie dieser Tage auch nochmals aufmerksam gemacht habe.“
Pikant ist auch das Fettnäpfchen Theo Zwanziger´s: Auf der DFB-Pressekonferenz teilte er mit, man habe Mario Basler vor kurzem auf die Überprüfung der Nebentätigkeit als Werbeträger für digibet hingewiesen – tatsächlich verlangte der DFB dies schriftlich bereits am 24.09., also vor genau 2 Monaten und vor allem 4 Wochen vor besagtem Interview…
Somit wäre einmal mehr bewiesen, das in der heutigen Medienwelt und besonders bei einschlägig bekannten Zeitungen Top-Meldungen mit Vorsicht zu genießen sind – und wie schnell ein eigentlich guter Ruf unbegründet beschädigt werden kann. Allerdings sollte man sich auch als Trainer in Amt und Würden überlegen, ob ausgerechnet ein Wettanbieter in diesen Zeiten der richtige Werbepartner ist…