Dom Trier: Hinter dem Dom entsteht neuer Platz
“Hinter dem Dom” wird umgebaut: “Platz zum Verweilen”
Bereits jetzt beginnen laut der Online-Ausgabe der Rathauszeitung Trier die Planungen für den Platz “Hinter dem Dom” in Trier. Ganze 11 Jahre dauerte es, bis die bereits 1999 vorgeschlagene Umgestaltung des Platzes in Angriff genommen wurde. Ziel ist es, den Platz bis zur “Heilig-Rock-Wallfahrt” im Jahr 2012 umzubauen – für nicht weniger als 1,36 Millionen nicht gerade ein Schnäppchen, das zudem Parkplätze kosten wird. An der Finanzierung beteiligen sich sowohl das Bistum Trier und die Hohe Domkirche Trier als auch der Bund, womit die Kosten für die Stadt bei etwa 288.000 Euro liegen werden.
Ziel ist es nach Angaben des Rathauses Trier, den Umbau bis zum Jahr 2012 zu gewährleisten und einen “Platz zum Verweilen” zu bieten. Davon hat Trier einige, und es stellt sich die Frage, ob es am für die Innenstadt eigentlich uninteressanten “Platz Hinter dem Dom” sinnvoll ist, die sowieso leere Stadtkasse für ein solches Unterfangen weiter zu belasten. Immerhin bietet der Domfreihof direkt vor dem Dom genügend “Platz zum Verweilen”, und selbst an Tagen in denen viele Touristen die Innenstadt und den Dom Trier besichtigen, spielen die unmittelbar am Domfreihof und der Innenstadt liegenden Nebenstraßen und Plätze eine untergeordnete Rolle.

Dom Trier
Besonders in Zeiten, in denen die nach Trier kommenden Touristen aus so ziemlich allen Richtungen auf beschädigten Straßen holpernd Richtung Innenstadt rollen müssen, bleibt der Sinn eines solchen Unterfangens fraglich – es gäbe freilich dringenderes, als einen Hinterhof-Platz für 1,36 Millionen Euro zu restaurieren.
Dringender als ein Ausbau des Platzes “Hinter dem Dom” wären beispielsweise auch Restaurierungsarbeiten auf so manchen Spielplätzen in Trier – oder aber die Beschäftigung von weiteren Angestellten, die auch am Wochenende die nächtlichen Hinterlassenschaften mancher Besucher des Palastgartens beseitigen. Wer mit seinen Kindern im Palastgarten einen der Spielplätze nutzt, sollte vorsichtig sein: Neben viel Müll und Graffiti finden sich reichlich Glasscherben sowohl im Sand als auch im Kies der beiden nördlich gelegenen Spielplätze. Und so mancher Tourist der Samstags und Sonntags durch den Palastgarten wandert, dürfte sich über die Ansammlung von Müll wundern, die da über Nacht liegen geblieben ist. Hier gibt Trier kein besonders gutes Bild ab, und daran dürfte auch ein “Platz zum Verweilen” hinter dem Dom Trier recht wenig ändern.
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