Sehenswürdigkeiten Trier
Basilika Trier
Basilika Trier
Konstantin Basilika Trier
Am Anfang des 4. Jahrhunderts erbaute Kaiser Konstantin die Aula, die ihm als Thronsaal diente. Im Inneren war sie mit Marmor verkleidet, zur Ausstattung gehörten außerdem wertvolle Statuen aus Marmor. Diese wurden in den Nischen der Konstantin-Basilika platziert. Die Wände und der Fußboden wurden beheizt. Die Konstantin-Basilika in Trier diente den Römern zur Macht-Demonstration.
Der genaue Erbauungszeitpunkt ist unbekannt, man nimmt jedoch an dass die Konstantin-Basilika auf Älteren Gebäude-Resten erbaut wurde. Sie war Teil des Kaiserlichen Palastbezirks. Im Jahre 1980 wurden Teile dieser Älteren Gebäude freigelegt und können nun besichtigt werden.

Im Gegensatz zum heutigen Aussehen der Konstantin-Basilika sah die Basilika zu ihrer Erbauungszeit ganz anders aus. Die Außenwände, die heute als Ziegelwand sichtbar sind, waren ursprünglich verputzt. Auch heute noch existieren Teile dieses Putzes und Stuckreste im Bereich der Fenster.
Bemerkenswert ist der Vorgang des Heizens dieses extrem großen Raumes. Dazu wurde ein doppelter Fussboden angelegt, unter dem sich mehrere Brennöfen befanden. Die heiße Luft die aus diesen Öfen austrat, strömte durch eine speziell ausgebaute Verkleidung und wärmte nicht nur den Fußboden sondern auch die Außenwände. Diese dienten mehr oder weniger als Heizkörper. Auch die Raumluft erwärmte sich durch die austretende Wärme.
Die weitere Geschichte der Konstantin-Basilika
Während die Basilika Trier dem Erbauer Kaiser Konstantin als Palast-Residenz diente, wurde sie im Mittelalter zweckentfremdet und als Burg genutzt. Es ist anzunehmen, dass das Dach der Konstantin-Basilika im Mittelalter eingefallen war. Erst mit der Nutzung durch die Kurfürsten und Erz-Bischofe erlebte die Konstantin-Basilika weitere Umbauten und Renovierungen. Neben Verzierungen erhielt die Konstantin-Basilika mehrere Türmchen, ein Teil wurde zum Wohnturm umgebaut. Dies hielt sich bis ins Jahr 1600, als Erzbischof Lothar von Metternich das Kurfürstliche Palais errichten ließ.
Darunter litt leider die Basilika Trier, deren Ost- und Südwand abgerissen und der Rest in den neu erbauten Palast integriert wurde.
Während des 2. Weltkrieges wurden die Basilika wie auch das Kurfürstliche Palais erheblich beschädigt. Bei der Renovierung ließ man die Ziegelsteinmauern absichtlich unverputzt, um die fortschrittliche Bauweise der Römer anschaulich zu machen.
Bis heute beherbergt die Basilika eine evangelische Kirche, in der weiterhin Gottesdienste abgehalten werden können.