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trier-reisen.de Sehenswürdigkeiten Trier Viehmarkt Trier

Viehmarkt Trier


Der Viehmarkt Trier diente nicht wie oftmals angenommen als Marktplatz im römischen Trier, sondern bekam seinen Namen erst im Mittelalter. Interessant ist jedoch die wahre Bedeutung des Viehmarkts in Trier:

Im Jahre 1987 wurden bei Bauvorbereitungen für eine Tiefgarage Teile einer römischen Thermenanlage entdeckt. Diese Thermen wurden bereits um ca. 80 n. Chr. von den Römern gebaut. Die Bauzeit betrug ungefähr 20 Jahre. Das Warmbad wurde aus dem warmen Süden belichtet, während das Kaltbad seine Fenster auf der nördlichen Seite hatte. Die Viehmarkt-Thermen waren die ersten Bäderanlagen der Römer in Trier und wurden mehrere Jahrzehnte vor den Barbarathermen und Kaiserthermen errichtet.

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Die Thermenanlage war ca. 8400 m² groß und wurden am intensivsten im 3. und 4. Jahrhundert genutzt. Leider erging es den Viehmarkt-Thermen ähnlich wie vielen anderen römischen Bauten: Im Mittelalter, genauer gesagt um das 13. Jahrhundert herum, diente der Viehmarkt als Steinbruch. Ein Großteil der Bausubstanz ging unwiederbringlich verloren.

Zurück ins Jahr 1987: Nach der Wiederentdeckung der Ruinen auf dem Viehmarkt Trier entschloss man sich, den Bau der Tiefgarage etwas zu verlagern und die römischen Ruinen freizulegen. Dies dauerte fast 7 Jahre - erst im Jahr 1994 waren die Ausgrabungen abgeschlossen. Anschließend wurde die sogenannte "Ungers-Vitrine" Über den Ruinen errichtet: Der Architekt Oswald Ungers Überbaute die Ruinen mit einem "Glaskasten", der den Eindruck vermitteln soll es handele sich dabei um einen Aufzug. Das Gebilde ist rundum verglast und bietet einen Blick auf die freigelegten Thermen.

Die Thermen können zudem als Veranstaltungsort für öffentliche oder private Events genutzt und gemietet werden.

Rund um den Viehmarkt finden Sie Übrigens einige interessante Locations und Clubs - so können Sie bei einem Besuch der Viehmarktthermen die Planungen für den Abend gleichzeitig erledigen.

 

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