Antike · UNESCO-Welterbe
Porta Nigra
Innenstadt · ab 6 € · Apr-Sep 9-18, Mar/Okt 9-17, Nov-Feb 9-16

Die Porta Nigra entstand um 170 n. Chr. als Nordtor der roemischen Stadt Augusta Treverorum. Aus rund 7200 Sandsteinquadern errichtet, im Mittelalter zur Doppelkirche umgebaut und unter Napoleon wieder freigelegt. Begehbar in zwei Stockwerken, mit Aussicht auf die Simeonstrasse.
Der Name Porta Nigra, das schwarze Tor, ist mittelalterlichen Ursprungs und verweist auf die dunkle Patina, die der helle Sandstein im Lauf der Jahrhunderte angenommen hat. Die Römer setzten beim Bau keinen Mörtel ein: Die rund 7200 Quader wurden trocken aufeinandergeschichtet und mit eisernen Klammern verbunden, die in Blei vergossen waren. Spuren dieser Technik lassen sich bis heute an den Bohrlöchern der Außenmauern ablesen.
Dass die Porta Nigra überhaupt erhalten blieb, verdankt sie ihrer Zweitnutzung als Kirche. Im 11. Jahrhundert lebte der griechische Eremit Simeon in dem Bauwerk und wurde nach seinem Tod 1035 dort beigesetzt. Aus dem Tor wurde daraufhin die Doppelkirche St. Simeon. Erst Napoleon ordnete um 1804 die Rückführung in den römischen Zustand an, wodurch die mittelalterlichen Einbauten bis auf den romanischen Chorturm wieder abgetragen wurden. Die benachbarte Simeonstraße trägt den Namen des Heiligen bis heute.
Seit 1986 gehört die Porta Nigra gemeinsam mit den übrigen römischen Baudenkmälern Triers zum UNESCO-Welterbe. Wer das Tor von innen erleben möchte, sollte eine Führung einplanen: Kostümführungen mit einem als römischer Zenturio verkleideten Darsteller gehören zu den beliebtesten Angeboten und führen über beide begehbaren Geschosse bis zur Galerie mit Blick über die Fußgängerzone. Ein Kombiticket für mehrere römische Monumente lohnt sich, wenn man am selben Tag auch Amphitheater oder Kaiserthermen besucht.
Häufige Fragen zu Porta Nigra
Was kostet der Eintritt zur Porta Nigra?
Der Innenbesuch mit Aufstieg über zwei Stockwerke kostet für Erwachsene 6 Euro (ermäßigt 5 Euro, Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren 3 Euro). Von außen ist das Wahrzeichen jederzeit kostenlos zu sehen. Wer mehrere römische Baudenkmäler besichtigen möchte, fährt mit der AntikenCard günstiger: Die Basic-Karte (18 Euro) umfasst zwei Römerbauten plus das Rheinische Landesmuseum, die Premium-Karte (28 Euro) alle vier Römerbauten und das Museum.
Wann hat die Porta Nigra geöffnet?
Die Porta Nigra ist ganzjährig geöffnet: von April bis September täglich 9 bis 18 Uhr, im März und Oktober bis 17 Uhr, von November bis Februar bis 16 Uhr. Die aktuellen Zeiten stehen auf der offiziellen Seite.
Warum heißt das Bauwerk Porta Nigra?
Porta Nigra ist Latein für schwarzes Tor und geht auf die dunkle Verwitterung des Sandsteins zurück. Errichtet wurde das Tor um 170 n. Chr. als Nordtor der römischen Stadt Augusta Treverorum aus rund 7200 Steinquadern.
Ist die Porta Nigra ein UNESCO-Welterbe?
Ja. Die Porta Nigra gehört seit 1986 zum UNESCO-Welterbe der römischen Baudenkmäler von Trier und gilt als das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Nur wenige Gehminuten entfernt liegen die Kaiserthermen und das Amphitheater.
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